5 Aktien für das Biotech-Comeback 2026

Starten Biotech-Aktien nach jahrelanger Schwächephase 2026 wieder durch? Die Anzeichen dafür mehren sich. Fünf interessante Einzelwerte für das mögliche Comeback der Branche

Sascha Mohaupt

1/11/20262 min lesen

Viele Jahre haben Anleger Biotech-Aktien links liegen lassen und andere Branchen bevorzugt. Doch das hat sich in den vergangenen Monaten geändert und könnte der Startschuss für ein großes Comeback der Biotech-Branche sein.

Comeback der Biotech-Branche nimmt Formen an

Die Biotech-Branche bietet eine Vielzahl erstklassiger Unternehmen mit aussichtsreichen Medikamenten in der Forschungspipeline. Üblicherweise müssen Anleger für wachstumsstarke Aktien einen Aufpreis bei der Bewertung zahlen. Dieser fällt umso höher aus, je besser die Wachstumsperspektiven sind. Im Biotechnologie-Sektor sind diese Bewertungsaufschläge jedoch bei zahlreichen Einzeltiteln weggeschmolzen. Bei vielen Biotech-Aktien liegen die Bewertungen aktuell deutlich unter dem historischen Durchschnitt.

Zusätzlich profitieren Biotech-Werte derzeit vor allem vom Übernahmehunger der Pharma-Giganten, die händeringend nach neuen Wachstumsmöglichkeiten suchen und bereit sind, dafür viel Geld auf den Tisch zu legen. Aufschläge von 50 oder auch 100% auf den Aktienkurs sind bei solchen Übernahmen keine Seltenheit.

Einige Biotech-Aktien sind bereits auf neue Höchststände geklettert, andere haben sich zumindest von ihren Tiefstständen deutlich erholen können.

5 interessante Einzelwerte für das Comeback der Branche

Im Folgenden stelle ich Ihnen kurz fünf interessante Biotech-Werte vor, die es sich lohnt, genauer anzuschauen. Einige davon befinden sich auch in den Depots meiner Börsenbriefe oder auf meiner Watchlist.

Vertex Pharmaceuticals

Großer Player, dessen zweistellige Milliardenumsätze im Stammgeschäft bis ins Jahr 2037 von Patenten geschützt werden. Attraktive Forschungs- und Neuproduktpipeline mit innovativem Schmerzmittel (ohne süchtig machende Opioide), der ersten zugelassenen Genschere und neuen Nieren-Medikamenten. Dank der sicheren Einnahmen aus dem Stammgeschäft durchaus auch für konservative Anleger geeignet. 2025er Kurs-Gewinn-Verhältnis (KGV) bei 25.

Halozyme Therapeutics

Fokus nicht auf eigenen Medikamenten, sondern auf Unterstützung anderer Pharma- und Biotech-Unternehmen bei Verbesserung ihrer Medikamente. Das PH20-Enzym bietet die Möglichkeit, Medikamente statt als intravenöse Infusionen in subkutanen Spritzen herzustellen. Dies bietet zahlreiche Vorteile: neben der höheren Wirksamkeit vor allem kürzere Behandlungszeiten und günstigere Kosten. Namhafte Kunden wie Pfizer, Roche etc., 2026er KGV unter 10, gutes Chartbild.

Catalyst Pharmaceuticals

Das US-Unternehmen konzentriert sich auf Therapien für seltene neuromuskuläre und neurologische Erkrankungen. Catalyst erwirbt die Medikamente zumeist kurz vor deren Markteinführung und hat daher weniger Forschungsrisiken als die Konkurrenz. Arbeitet bereits seit 2019 profitabel. 2026er KGV liegt lediglich bei 11.

Mirum Pharmaceuticals

Spezialist für Therapien gegen seltene Lebererkrankungen mit keinen bzw. kaum Behandlungsoptionen. Zweistellige Wachstumsraten, voraussichtlicher Sprung in die Gewinnzone in diesem Jahr, sehr starker Chart, aber recht ambitioniert bewertet.

BioNTech

Die innovative Krebs-Pipeline mit voraussichtlich mehreren Zulassungen in den nächsten Jahren wird von den Anlegern unterschätzt. Riesige Cash-Position von drei Vierteln des Börsenwerts. Neue positive Studiendaten eines der Krebs-Wirkstoffe könnte jederzeit eine neue Aufwärtsbewegung einleiten.

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